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Monday, 25.06.2018

Regionalentscheid - 18.06.2018 - Unser Dorf hat Zukunft

Foto: Bernd Hey

Unter Leitung von Rainer Hub, ehemals Leitender Baudirektor bei der ADD Trier, hat die Kommission für den Regionalentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft 2018“ Meddersheim besucht, nachdem die Ortsgemeinde beim Kreisentscheid Siegergemeinde im Kreis Bad Kreuznach wurde.

Wir haben viel zu bieten, sagte Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk und verwies auf einige Neuerungen in Präsentation der Gemeinde hin. Die fünfköpfige Jury hörte aufmerksam zu und bei der Schlussbesprechung im Vitalresort Menschel war die Anerkennung für die gut 1.300 Einwohner zählende Gemeinde spürbar: Die Anstrengungen zurückliegender Jahre seien unübersehbar, meinte die Jury „Eins greift ins andere“…
Weingarth-Schenk stellte zusammen mit Tanja Bachmann (Kita-Leiterin) den neuen Anbau in der Kindertagesstätte auf der Hohl vor, den mit 45.300 EUR Zuschuss bewilligten barrierefreien innerörtlichen Rundweg und den zweiten historischen Rundweg, der mit 40.400 EUR bezuschusst wird. Der Bouleplatz am Parkplatz des Gemeindesaals (Teil des inneren Rundweges) ist fast fertiggestellt und dass ein Neubaugebiet notwendig ist, haben sich die Fraktionen zumindest verständig und einen Standort anvisiert. Darüber hinaus könne dank eines Nachlasses zugunsten der Kita die Kita-Turnhalle mit 10.000 EUR modernisiert werden. Das Gemeindeleben ist intakt und floriert, die öffentlichen Einrichtungen sind in einem Topzustand, berichtete die Ortsbürgermeisterin der Kommission.

Am Aussichtspunkt der schönsten Weinsicht „Auf der Platt“ in der Weinberglage Altenberg erhielt Winzermeister Eckhard Schlarb für seinen informativen Vortrag über Flora und Fauna, die geologische Vielfalt mit langlebigen Rebenbeständen und einem Panoramablick Lob – der Platz ist als schönste Weinsicht prädestiniert.
Ein Wermutstropfen war, dass auch die großen Eichen an dem Standort vom Eichenprozssions-spinner befallen waren. Ein rotes Flatterband mahnte, die Bank darunter nicht zu nutzen, bis eine Bekämpfung der Raupen erfolgt ist.
Die meisten Jurymitglieder waren schon zum dritten Male in Meddersheim. Die Entwicklung und der strukturierte Leitbildprozess des 2014 als Schwerpunktgemeinde anerkannten Weinbaudorfs sei phänomenal, lobte Frank Hastenteufel. Er ist bei der Stadt Koblenz für Entwicklung und wirtschaftliche Initiativen zuständig. „Wahre Kraft kommt aus der Gemeinde. Ich nehme viel Positives mit. Euer Dorf wird nicht ausbluten“, meinte er. Absolutes Highlight sei die neue Radwegekirche mitten im Ort sowie Menschels Vitalresort mit seiner besonderen Strahlkraft.
Ratsfrau Birgit Menschel hätte ihr Felke-Kurshaus mit 40 Festangestellten und weiteren 15 freien Mitarbeitern auf den drei Säulen Gesundheit, Heifasten nach der Buchinger-Methode und einer fast 100-prozentigen regionalen Bio-Verdorgung nicht vorstellen müssen – diese Werte waren der Kommission bestens vertraut. Das Thema Wein werde gelebt. Das Weindorf und Menschels sei für Gäste wohltuend, konstatierte Hastenteufel. Beide müssten noch stärker Synergieeffekte nutzen.
Die Anstregungen zurückliegender Jahre seien unübersehbar, meinte die Jury, „Eins greift ins andere. Die Kita ist vorbildlich“, lobte Gertrud Endres aus Polch, zuständig für Vereinsleben, die sozialen und kulturellen Aktivitäten. Ein Wermutstropfen sei der verwaiste Jugendraum.
Regelrecht ins Schwärmen über das Innendorf geriet Christiane Hicking als Altenahr bei der Bewertung der Baugestaltung. „Kein Steingarten, der Kita-Anbau passt farblich in die Landschaft, wohltuend ist das gesamte Innendorf mit Sandsteinen und dem Rathaus als Blickfang“, sagte sie. Die beiden innerörtlichen Rundwege und ihre Beschreibung auf Angenda-Tafeln und den interaktiven Fremdenführern Martin und Meddy für Kinder und Kindgebliebene verdienten höchstes Lob und faszinierten die Jurorin Christiane Hicking: „Riesenkompliment, super, dass ihr städtebaulich so gut beraten seid.“
Von der Natur begünstigt sei der Ort, wurde gelobt. Orchideen, Purpurknabenkraut und Bocksriemenzunge als Pflanzenbestände seien Alleinstellungsmerkmale, rühmte Martin Tenbuss aus Mayen. Er forderte mehr Selbstbewusstsein, mehr Mut zum Wein. Innenhöfe warteten darauf, entdeckt zu werden. Am Dorfcafe informierte Gerd Kehrein, an der neuen Radewegekirche Wolfhart Dhonau. Die Martinskirche ist offen, jetzt können dort Radfahrer Station machen – nebenan im Gemeindehaus gibt es Toiletten, Wasser und Flickzeug.

Text und Bild (Bernd Hey)

Meddersheim stellt sich vor...

Meddersheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz(Deutschland).
Sie gehört zur Verbandsgemeinde Bad Sobernheim.

Höhe: 160 m ü. NN
Fläche: 13,15 km²
Einwohner: 1403 (31. Dez. 2016) - Gemeindestatistik
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²

Das idyl­li­sche Wein­dorf Med­ders­heim liegt an der mitt­le­ren Nahe, ca. 3 km süd­west­lich der Fel­ke­stadt Bad Sobern­heim, um­ge­ben von frucht­ba­ren Wein­ber­gen, Acker­flu­ren und be­wal­de­ten Hö­hen­zü­gen.

Ausführliche Informationen finden Sie in folgendem PDF Dokument:

Präsentation Meddersheim

Weitere Informationen über Meddersheim erhalten Sie direkt bei der Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk.

Unser Dorf Meddersheim

Panorama Meddersheim von Uwe Lantz (2014)
Panorama Meddersheim von Uwe Lantz (2014)
Überblick über unseren Dorfkern mit Kirchturm
Überblick über unseren Dorfkern mit Kirchturm
Blick über Meddersheim vom Judenfriedhof
Blick über Meddersheim vom Judenfriedhof